Alle Menschen kommen in ihrem Leben an einen Punkt, an dem sie mit Sterben und Tod konfrontiert werden. Entweder müssen wir uns mit dem bevorstehenden eigenen Tod oder mit dem Tod eines uns nahe stehenden Menschen auseinandersetzen.
Wir setzen die Prinzipien der Palliative Care seit Jahren erfolgreich um.
Palliative Care, so der englische Ausdruck, ist gemäss der Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO 1990 „die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer progredienten, weit fortgeschrittenen Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung zu der Zeit, in der die Erkrankung nicht mehr auf eine kurative Behandlung anspricht und die Beherrschung von Schmerzen, anderen Krankheitsbeschwerden, psychologischen, sozialen und spirituellen Problemen höchste Priorität besitzt.“
Bei der Palliativen Betreuung geht es nicht nur um würdevolle Sterbebegleitung, sondern vielmehr um das Ermöglichen eines würdevollen Lebens bis zum Tod. Die Lebensqualität von Patientinnen und Angehörigen soll durch das Vorbeugen und Lindern von belastenden Symptomen verbessert werden. Hierzu dienen das frühzeitige Erkennen von belastenden Symptomen, ein sorgfältiges Assessment und die Behandlung von Schmerzen und anderen Problemen im physischen, psychosozialen und spirituellen Bereich.
Das Betreuungsteam, bestehend aus Ärzten / Ärztinnen, Pflegenden, Therapeuten, etc. arbeitet nach einem bewährten Konzept, dem Liverpool Care Pathway of the Dying (LCP). Dieses Konzept wurde in England entwickelt und stellt die Lebensqualität am Ende des Lebens in den Mittelpunkt. Angesichts der existenziellen Themen Sterben und Tod wird auch im Spital und im Pflegeheim ein entsprechend würdiger Umgang mit Patienten und Angehörigen angestrebt.